«Ich will ein Pferd zeichnen, aber das Pferd sieht aus wie ein Schrank!» Viele Leute möchten gerne besser zeichnen können. Sicher ist ein bischen Talent nötig, aber durch üben kann man sich oft erstaunlich verbessern. Auch ich habe nicht von Anfang an tolle Zeichnungen gemacht und noch heute gelingen mir nicht alle. Dadurch, dass ich jahrelang nichts anderes als Pferde gezeichnet habe, machte ich aber Fortschritte. Ich zeichnete Unmengen von Postkarten ab. Ich habe mir dann immer angeschaut, was noch nicht stimmt und habe eine Weile zum Beispiel speziell die Beine geübt oder die Ganaschen und den Jochbeinknochen … Hier will ich dir ein paar Tipps und Tricks verraten, wie auch deine Zeichnungen besser werden.
Alles, egal ob Tier, Pflanze, Mensch oder Gegenstand; alles lässt sich in ein Grundgerüst aus geometrischen Formen auflösen. Nach diesem Prinzip funktioniert die Methode, die in den Büchern der Reihe «Zeichnen aber wie» an verschiedenen Tieren, Menschen usw. gezeigt wird. So funktionierts beim Pferd:
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Zuerst zeichnest du ein Rechteck für den Rumpf. Je nach Pferd und Rasse ist der Rücken länger oder kürzer. Die Beine und der Kopf werden als Keile dargestellt. Bei den Gelenken lässt du eine Lücke. Das Pferd hat drei Gelenke an den Beinen: das Krongelenk, das Fesselgelenk und das Vorderfusswurzelgelenk bzw. das Sprunggelenk. |
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Weiter gehts mit den runden Formen. Der Brustkorb ist eine Ellipse, die vorne im Rumpfrechteck liegt. Auch die Ganaschen sind ellipsenförmig. In die Lücken zwischen den Beinkeilen zeichnest du nun die Gelenke als kleine Kreise. Das Sprunggelenk und das Krongelenk sind nicht rund, daher machst du dort keine Kreise. |
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Als Letztes folgt nun noch der Hals. Je nach Haltung des Pferdes ist er gekrümmt oder ein Keil mit leicht gebogener Oberlinie. |
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Nun kannst du die genauen Konturen des Pferdes in das Grundgerüst hineinzeichnen. Zeichne nicht nur den Umriss nach, sondern auch markante Knochen, Sehnen und Muskeln wie die Schulter oder die Halsmuskulatur. |
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